Rahmengerüst oder Modulgerüst – was passt zu Ihrem Bau?
Zwei Bauarten, zwei Stärken: wann das schnelle Rahmengerüst genügt und wann sich ein Modulgerüst auszahlt.
Fast jedes Gerüst auf Schweizer Baustellen gehört zu einer von zwei Familien: Rahmengerüst oder Modulgerüst. Beide sind ausgereift, beide sind sicher – sie eignen sich aber für unterschiedliche Aufgaben.
Das Rahmengerüst: schnell an glatten Fassaden
Beim Rahmengerüst bilden vorgefertigte Stahl- oder Aluminiumrahmen das Gerüst. Sie werden aufeinander gesteckt, Böden liegen direkt in den Rahmen, Diagonalen und Geländer kommen dazu. Weil der Rahmen Höhe und Breite vorgibt, geht die Montage zügig. An einer geraden Fassade mit wenig Vor- und Rücksprüngen ist das Rahmengerüst kaum zu schlagen.
Die Kehrseite: Das feste Raster lässt wenig Spielraum. Erker, Rundungen oder unterschiedliche Höhen verlangen Zusatzteile und etwas Erfahrung.
Das Modulgerüst: anpassungsfähig bis ins Detail
Beim Modulgerüst stehen einzelne Stiele senkrecht. Daran sitzen in regelmässigen Abständen Anschlüsse, an denen Riegel und Diagonalen in fast jede Richtung befestigt werden. So lässt sich das Gerüst um Ecken führen, an Rundungen anpassen oder zu Treppentürmen und Arbeitsbühnen umbauen.
Die Freiheit hat ihren Preis: Ein Modulgerüst besteht aus mehr Einzelteilen, die Montage dauert etwas länger und das Material kostet pro Quadratmeter mehr als beim Rahmengerüst.
Die Faustregel
- Einfache, gerade Fassaden – Einfamilienhaus, Reihenhaus, Mehrfamilienhaus ohne viel Gliederung: Rahmengerüst.
- Gegliederte Bauten – Altstadthäuser, Kirchen, Industrieanlagen, Innenräume: Modulgerüst.
- Betriebe mit wechselnden Aufträgen fahren oft mit beidem: viel Rahmengerüst für den Alltag, etwas Modulgerüst für die Sonderfälle.
Und der vorlaufende Seitenschutz?
Ein dritter Weg sind Stielgerüste mit vorlaufendem Seitenschutz wie MGS von CETRAC. Sie arbeiten wie ein Fassadengerüst, das Geländer der nächsten Lage wird aber montiert, bevor jemand sie betritt. Wer heute ein Rahmengerüst besitzt und umstellen möchte, findet die Möglichkeiten auf unserer Seite zum Gerüsttausch.
Breite nicht vergessen
Unabhängig vom System entscheidet die Gerüsttiefe, wer bequem arbeiten kann. Rund 0,70 m genügen für Malerarbeiten, Verputz und Dach. Wer Steine und Mörtel oben lagert, ist mit rund einem Meter besser bedient. In unseren Paketen lässt sich die Tiefe direkt filtern.